Linux und Community

Anlässlich des 5000. registrierten Benutzers auf der neuen Linux-Plattform linux.com möchte ich ein kurzes Statement dazu abgeben. Auf der Plattform, die erst vor kurzen von der Linux Foundation übernommen wurde, gibt es von anderen Communtiys bekannte Einrichtungen wie Foren, Blogs und Gruppen. Erstere werden gar nicht so stark angenommen, wie man es von einer Internetseite wie dieser Größenordnung erwartet. Das „Getting startet with Linux“ ist das einzige Forum, das dreistelligen Antwortzahlen vorweisen kann. Das weitere Forum ist in Hardware, Software und Distributionen eingeteilt. Zusätzlich gibt es noch 2 Spezialforen für Programmierer und Entwickler.

Foren

Von den angesprochenen Distributionsforen ist dasjenige, das sich auf Ubuntu bezieht das einzige, in dem zumindest ansatzweise gepostet wird. Das von SUSE hat beispielsweise noch keinen einzigen Beitrag. Wer sich dort also registrieren möchte, um Hilfe bei Problemen zu erlangen, der ist womöglich an falscher Adresse.

Blogs

Blogs gibt es einige, sind mit gut 25 Beiträgen sein ca. 2 Monten aber eher inaktiv. Allerdings ist in dieser Hinsicht die Gemeinschaft von Fedora und SUSE besser vertreten als die von Ubuntu.

Gruppen

Gruppen gibt es noch keine 1000. Die meisten von ihnen sind auch nicht wirklich aktiv. Ihre Avatare bestehen überwiegend aus gegoogelten Ubuntu-Logos. Benutzerzahlenmächtigste Gruppe ist, wie zu erwarten „Ubuntu Linux Users“. Was ich etwas merkwürdig finde: es ist zwar möglich, als Admin den Titel zu ändern, aber nicht sie zu löschen. Die einzige Möglichkeit, eine Gruppe zu „entfernen“, ist die Cachierung selbiger.

Allgemeiner Eindruck

Wie zu erwarten war, ist dieser Internetauftritt mit Eigenwerbung, d.h. mit Werbung für die Linux Foundation, überfüllt. Zwar ist das nicht schön, kann man aber kaum zu verdenken.

Letztendlich ist diese Community für diejenigen gedacht, die gerne andere Menschen kennen lernen, dem Englischen mächtig sind und/oder denjenigen, die sich gerne auf anderen Seiten registrieren. Die Rate der inaktiven User ist noch relativ hoch, wobei sich die Show eher auf den einzelnen Profilseiten der einzelnen läuft, nicht so in der „Öffentlichkeit“. Diese Eigenschaft lässt Gedanken an den Weltmarktführer Facebook aufkommen. Doch die Profile sind noch längst nicht so vielseitig gestaltbar wie dort. Linux.com als Konkurrenz zu Facebook? Ganz klar – nein.

Bildquelle für das alte Bildschirmfoto (mit freundlicher Genehmigung): ubuntuobserver

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