Testbericht: Ubuntu Netbook Edition

Nachdem ich mir ein Netbook gekauft hat, stellte sich natürlich die Frage, welches Betriebssystem soll ich verwenden.
Als erstes kam mir natürlich die Ubuntu Netbook Edition in dem Sinn, ich müsste mich möglichst wenig umstellen, hätte aber eine für Netbooks angepasste Oberfläche.

Der Ubuntu-Netbook-Desktop

Der Ubuntu-Netbook-Desktop

Also, Iso heruntergeladen, auf einen USB-Stick überspielt und neugestartet. Alles kein Problem. Auch die Installation gelingt problemlos und schnell wie man es von den neueren Ubuntus gewöhnt ist.

Nach dem Installieren erstmal die Oberfläche angeschaut. Auf den ersten Blick sieht sie ganz schick aus, man sieht sofort die Unterschiede zum Standard-Ubuntu. Das Untere Panel wurde entfernt, stattdessen ist am linken Rand ein Dock mit Anwendungsstartern.

Ein weiterer Unterschied fällt auf, wenn man ein Fenster öffnet, die Menüleiste wird in das obere Panel ausgelagert, so wie bei einem Mac. Auch das dient dazu, Platz zu sparen.
In der Seitenleiste sind vor allem Starter zu den verschiedenen Programmen (die Standardauswahl ist etwas seltsam, was macht Cheese da??), aber auch ein Starter für alle Anwendungen und einer, der zu den Standardordnern führt (Dokumente, Musik, Bilder…)

Eine geöffnete Shell

Eine geöffnete Shell

Was mir an dem System nicht so gefällt, ist, dass man die Seitenleiste nicht wirklich konfigurieren kann. mehr als Starter löschen und hinzufügen ist nicht. Dann fehlt mir eindeutig eine simple Möglichkeit in einen ganz normalen Nautilus zu kommen. Das ist anscheinend nicht vorgesehen, man soll wohl den abgespeckten Dateimanager benutzen.
Außerdem haperts noch ein bisschen mit der Stabilität, manchmal stürzt die Oberfläche ab und wird dann wieder neugestartet.
Alles in allem kann man sagen, dass die Oberfläche einige gute Ansätze hat, aber doch sehr eingeschränkt ist. Außerdem kommt dann noch die mangelnde Qualität und Geschwindigkeit hinzu, die diese Oberfläche für micht nicht in Frage kommen lassen.

Nocheinmal die Pro und Contras in Kürze:

Pro

  • Platzsparende Panels
  • Viele Software aus den Ubuntuquellen
  • einfache Installation

Contra

  • Fehlende Stabilität und Geschwindigkeit
  • eingeschränkter Dateimanager
  • stark eingeschränktes Panel

Alles in Allem überwiegt für mich doch die Kontraseite, ich habe den Eindruck, dass diese Oberfläche vor allem für Ubuntu-Neulinge geschrieben wurde, die noch keinerlei Erfahrungen mit Linux haben.

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