Ubuntu 13.04 – Ein kurzer Einblick

Es ist Ende März und der April steht vor der Tür, was bedeutet, dass es eine neue Ubuntu-Version geben wird. Dies hab ich zum Anlass genommen mal das neue Ubuntu, Raring Ringtail genannt, mir anzuschauen.

Installation

Für Ubuntu mit Unity gibt es noch keine Beta, dafür aber einen Daily Build, den man hier runterladen kann. Wie immer mit dem Startmedienersteller auf einen USB-Stick kopieren und dann von diesem installieren.
Der Installationsvorgang funktioniert wie immer und dauert ca 15 Minuten.

Was fällt auf

Es gibt neue Icons für den Unity-Button, den Datei-Manager und das Software-Center. OMG Ubuntu war das einen ganzen Artikel wert, soweit werd ich aber nicht gehen 😉
Der Dateimanager ist auch neu. Hier wurde auf Nautilus 3.8 zurückgegriffen, der komplett anders aussieht wie die Versionen davor. Außerdem gibt es ein neues Menü zum Herunterfahren und Abmelden.

Was gefällt?

Der Erste Eindruck.
Ubuntu läuft flott und es fühlt sich flüssig an. Und das auf einer Intel HD 3000, also nur mit Onboard Grafik.
Außerdem gefällt mir Unity immer besser als Bedienkonzept. Ich möchte es nicht mehr missen. Und es läuft jetzt schon relativ Stabil.

Was gefällt nicht?

Der Dateimanager. Sieht zwar schick aus, hat aber massiv an Funktionen eingebüßt. Keine Integration des Global Menus mehr und auch keine mehrspaltige Ansicht mehr. Hier sollte Canonical dringend nachbessern.
Rhythmbox. Kann zwar viel, sieht aber nicht zeitgemäß aus. Banshee war zwar verbuggter, sah aber besser aus.
Schlechte Treiberunterstützung. Ich habe einen Laptop mit einer Onboard Grafikkarte von Intel und einer dedizierten von AMD. Diese Funktioniert nur unter Ubuntu 12.04, aber danach nicht mehr. Bleiben also nur zwei Alternativen, entweder nur mit der Onboard-Karte Ubuntu 13.04 benutzen oder noch bei Ubuntu 12.04 bleiben. Beides unbefriedigend.

Fazit

Es gab mit Sicherheit schon bessere Ubuntu-Versionen. Ich denke, Canonical hat sich ein bisschen übernommen in letzter Zeit mit ihren ganzen Projekten. An Sachen die funktionieren und gut sind muss ja nicht unbedingt gearbeitet werden, aber so einen Dateimanager in Ubuntu einzubauen, der sich nicht an die eigenen Benutzungsrichtlinien hält, gefällt mir gar nicht. Außerdem nützt das schönste Unity nichts, wenn die Standardanwendungen dafür nichts taugen/hässlich sind. Für die Treibersituation kann Canonical vermutlich nicht viel, ist aber auch ärgerlich.
Es bleibt mir noch die Hoffnung, dass wenn Ubuntu für den Desktop und Ubuntu Touch auf eine gemeinsame Codebasis gestellt wird, für den Desktop bei den Standardanwendungen neue Programme bei rausfallen, die sich dann auch besser in das System einpassen. Aber dazu müssen wir wohl noch mindestens ein Jahr warten.

Gallerie

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