bejonet

Das Blog rund um den PC
  • Ubiquity – Konsole für Firefox

    Geschrieben am 8. Februar 2010 benni 1 Kommentar

    Neben den üblichen Addons für den populären Browser Firefox gibt es auch Experimente mit Erweiterungen, die direkt von Mozilla stammen. In Mozillas „Labs“ werden verschiedene Projekte behandelt und einige lassen sich schon in frühen Entwicklungsstadien testen. Und was dort herauskommt, hat oft Hand und Fuß! Bestes Beispiel dafür ist Personas. Dieses Produkt aus stammt aus diesem Labor und hat es mit dem neuen Release 3.6 sogar in die native Unterstützung geschafft: Was vor kurzem noch ein Experiment war, ist jetzt fest in den Browser eingewandert. Ähnlich erging es dem Projekt „Prism“, welches es mittlerweile schon als eigenständiges Programm in den Repositorys gibt.

    Ein anderes Projekt aus diesem Bereich ist „Ubiquity“, eine Konsole für Firefox. Dieses Tool ist sehr vielseitig und verknüpft verschiedene Webanwendungen miteinander, so dass man verschiedene Services kombinieren kann. Besonders komfortabel ist es beim Schreiben von E-Mails, wenn man externe Services (etwa eine Karte von Google-Maps) einbinden will.

    Dieses Addon lässt sich wie jedes andere Addon installieren: auf der Projektseite findet sich der Link zum XPI. Nach dem Neustart des Browsers lässt sich die „Konsole“ standardmäßig über ALT+Leertaste aktivieren (bei mir was diese Kombination schon belegt, weswegen ich sie unter about:ubiquity änderte). Das Programm beherrscht zwar seit geraumer Zeit fünf verschiedene Sprachen, deutsch gehört bislang aber noch nicht dazu.

    Anwendungen

    Ubiquity hält eine Fülle an möglichen Kommandos bereit, alle mit irgendeiner tollen Funktion. Als Beispiel wird hier gerne Wikipedia genannt: Mit dem Syntax wiki Suchbegriff sieht man schon während der Eingabe mögliche Ergebnisse der Suche, nach Bestätigung des Befehls mit Enter gelangt man auch auf die Wikipediaseite. Gleiches gilt für die Suchanfragen mit dem Schlüsselwort „google“, „yahoo“, „amazon“ und eine ganze Menge anderer Suchmaschinenbetreiber (eine ähnliche Funktion ist in Firefox schon seit langer Zeit nativ vorhanden). Mit dem Befehl create search command lässt sich eine markierte Suchbox einem neuen Schlüsselwort zuweisen, womit man individuelle Suchen ermöglichen kann.

    Ubiquity im Einsatz: Wikipedia

    Doch dieses Werkzeug kann noch einiges mehr! Markiert man eine Adresse z.B. auf einer Internetseite, ruft die Konsole auf und gibt das Schlüsselwort map (this) ein, wird die markierte Adresse auf Google Maps in der Konsole angezeigt. Bei mehreren Adressen innerhalb einer Markierung lautet der Befehl map these.

    Besonders spannend wird das Spiel mit der Adresse dann, wenn man z.B. eine E-Mail über Firefox schreibt (etwa im Webinterface von Googlemail). Dabei ruft man z.B. wie oben beschrieben eine Adresse mit der Konsole auf und per Mausklick lässt sich dieser Kartenausschnitt in die E-Mail einfügen.

    Ebenfalls sehr praxisnah ist die Übersetzfunktion, die, wie man schon vermutet, auf Googles Übersetzungsdienst basiert (viele der mitgebrachten Services basieren auf Google). Markierter Text auf einer Webseite lässt sich mit dem Befehl translate (this) (in german) übersetzen (im Vorschaubereich der Konsole) und per Bestätigung mit Enter auch direkt auf der Seite einfügen.

    Diese lokale Seitenbearbeitung lässt sich auch noch erweitern: mit delete, bold, italicize, underline, highlight usw. lassen sich auch andere Formatierungen auf der Seite vornehmen.

    Dass man Firefox damit selbst auch bedienen kann (exit firefox, restart firefox, fullscreen, bookmark etc.) ist bei diesem Funktionsumfang schon fast selbstverständlich ;)

    Die ca. 80 Kommandos, die von Anfang an dabei sind, lassen sich noch um viele weitere erweitern!

    Videos zum Thema

    Ubiquity for Firefox from Aza Raskin on Vimeo. [Einführung in den Umgang]


    Video: Aza Raskin – Ubiquity (deutsch) (5:07) [Interview mit dem Entwickler]

  • LoG: Festplattenspeicher

    Geschrieben am 5. Februar 2010 benni 2 Kommentare

    In unsrer fast schon in Vergessenheit geratener Reihe „Linux ohne Grafik“ stelle ich heute einige Tools vor, mit denen man schnell und übersichtlich den Speicherplatz auf der Festplatte erkennen kann.

    Zunächst gibt es da das Ubuntu-onboard-Tool names df. Der Name steht treffender Weise für disk free und zeigt dementsprechend den freien Speicher auf der Festplatte an.  Mit dem Schalter h wird das ganze sogar als „menschlich lesbar“ ausgegeben. Der entsprechende Befehl und die darauf folgende Ausgabe sieht etwa so aus:

    $ df -h
    Dateisystem            Größe Benut  Verf Ben% Eingehängt auf
    /dev/sda3              23G   12G   11G  53% /
    udev                  1,5G  336K  1,5G   1% /dev
    /dev/sda5             142G   89G   53G  63% /media/daten

    Das Äquivalent für den belegten Festplattenplatz heißt übrigens du (disk usage) und benötigt mehr Optionen für eine ordentliche Ausgabe:

    $ du -hs
    7,6G	.

    Die folgende Linuxprogramme sind in den Repositorys zu finden und müssen evtl. nachträglich installiert werden.

    di

    di (disk information) ist ebenfalls ein Tool, das den freien Festplattenspeicher anzeigt. Es basiert auf df, hat aber einer andere Ausgabe. Diese kann man mit dem Schalter f sogar noch soweit beeinflussen, dass nur das angezeigt wird, was man sehen möchte. Die jeweiligen Bedeutungen lassen sich in der Manpage erkunden. Dieses Paket ist sehr mächtig in der Ausgabe, da sich hier sehr viel einstellen lässt.

    Ausgabemöglichkeiten von di

    discus

    discus (vermutlich disk space usage) basiert ebenfalls auf df, hat aber wieder eine andere Ausgabe. Als erstes Programm dieser Vorstellung kann es mit einem Statusbalken die Festplattenbelegung ausgeben. Die Einheiten sind in der Standardanwendung für Menschen lesbar.

    Ausgabe von discus

    pydf

    Pydf (Python disk free) basiert ebenfalls auf dem Tool df und kann, genau wie discus, den Speicherbedarf in Balken ausgeben, hat allerdings einige Variationsmöglichkeiten bei der Formatierung der Ausgabe.

    Ausgabe von pydf

    ncdu

    Wer ein „interaktives“ Tool zum betrachten der Speicherplatzbelegung sucht, der ist sicherlich mit ncdu (NCurses disk usage) gut bedient (ein Witz über eine ähnlich klingende Partei ist mir jetzt zu flach ;) ).
    Da das Programm auf NCurses aufbaut, lässt es sich auch in der Konsole ziemlich komfortabel bedienen.

    Ncdu

    PS: Alle vorgestellten Pakete lassen sich z.B. via

    sudo apt-get PAKETNAME

    nachinstallieren, falls noch nicht vorhanden. Außerdem lassen sich alle Schalter und Optionen der Programme auf der Manpage über

    man PAKETNAME

    abfragen. Insoweit: Viel Spaß :)

  • Subdomains und Apache

    Geschrieben am 4. Februar 2010 benni 3 Kommentare

    Subdomains sind eine tolle Sache. Damit kann man z.B. verschiedene Webseiten parallel mit einer Domain betreiben, oder spezielle Installationen über Subdomains organisieren. Wir haben etwa eine Subdomain für das Besucherstatistikprogramm Piwik eingerichtet.

    Man kann Apache so konfigurieren, dass es selbstständig den Subdomains Ordner zuweist, sie sozusagen als Wurzelverzeichnis verwendet werden sollen. Stichwort hierzu ist “Virtual Host”, Diese Dateien müssen unter beliebigen Namen im Ordner /etc/apache2/sites-available/ gespeichert werden. Standardmäßig befindet sich bereits eine Datei namens default in diesem Ordner, die als Vorbild für neue Dateien genutzt werden kann.

    Eine neue Subdomain richtet man nun ein, indem man eine weitere Datei in diesem Ordner ablegt, der Name ist dabei egal. Der Inhalt hingegen ist nicht egal. Ich werde nun den minimalen Inhalt zeigen, den eine Konfigurationsdatei beeinhalten muss:
    <VirtualHost *>
    ServerName sub.beispiel.de
    DocumentRoot /var/www/ordnername/
    </VirtualHost>

    Dabei gibt ServerName an, welche Domain hier beschrieben wird, im Beispiel beschreibt es die Seite sub.beispiel.de. Mit DocumentRoot wird angegeben, welcher Ordner als Wurzelverzeichnis genommen werden soll.

    Eventuell sind auch Bearbeitungen in der Datei /etc/apache2/ports.conf notwendig. Darin sollte die Einstellung von NameVirtualHost geändert werden, so dass in der Datei folgende Zeile steht:
    NameVirtualHost *
    Soll der Server nur über eine IP angesprochen werden, sollte man diese statt dem Sternchen eingeben.

    Um diese Subdomain benutzen zu können, muss man sie erst in Apache freischalten. Dazu ist der folgende Befehl notwendig, im Anschluss folgt ein Reload Apaches:

    sudo a2ensite dateiname
    sudo /etc/init.de/apache2 reload

    Wer diese Methode zur Subdomainverwaltung nehmen möchte, sollte sich noch mindestens die beiden folgenden Links ansehen, in denen vertieft auf das Thema eingegangen wird:

  • OpenOffice 3.2 kündigt sich an

    Geschrieben am 30. Januar 2010 benni 2 Kommentare

    Vor drei Tagen ist der außerplanmäßige vierte Release Candidate des freien Bürosoftwarepakets OpenOffice 3.2 erschienen. Außerplanmäßig deshalb, weil es ursprünglich nur 3 RC geben sollte, aufgrund eines Fehlers im Code für Impress jedoch eine Verzögerung im Zeitplan auftritt.

    Geplant war eine Veröffentlichung noch im Januar, was aber nicht mehr zu schaffen ist. Der jetzige Releasetermin liegt im Februar.

    Die Neuerungen gegenüber 3.1 betreffen v.a. die Programmteile Calc, Impress und Draw, die jeweils mit einer Kommentarfunktion ausgestattet wurden. Diese Kommentarfuntion gibt es in der aktuellen stabilen Version schon für den Paketteil Writer. Alle Neuerungen finden sich in den Release Notes.

    Währenddessen gerät das Projekt auch aus negativen Gesichtspunkten in die Schlagzeilen. Das niederländische Unternehmen Software Improvement Group (SIG) hat sich den Quellcode des Büropaketes näher angeschaut (PDF) und kam zu den Schluss, dass er „auf einem verbesserungswürdigen Stand“ sei. Außerdem sieht das Unternehmen die Gefahr, dass Oracle – Käufer von Sun, dem größten OpenOffice-Förderers – Programmierer abziehe und das Büropaket darunter leide.

    OpenOffice 3.2 wird nicht in die Quellen für Karmic Koala einziehen. Eine Fremdquelle bzw. ein Fremdpaket scheint unausweichlich. Ob es die neue Version noch in Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) schafft, wird sich zeigen. Feature Freeze für Ubuntu ist am 18. Februar angesetzt.

  • Automatische Bildrotation in GIMP

    Geschrieben am 28. Januar 2010 benni 5 Kommentare

    Oft sind Fotos leicht schief, das bedeutet, dass z.B. der Horizont nicht exakt waagrecht ist. Mit dem freien Bildbearbeitungsprogramm GIMP kann man diesen Fehler manuell beheben, indem man die Ebene, auf der das Bild liegt, so lange rotiert, bis das Bild entweder nach Augenmaß oder anhand einer Hilfslinie als „gerade“ bezeichnet werden kann.

    Durch Zufall habe ich heute aber eine Möglichkeit entdeckt, wie man das ganze auch etwas geschickter lösen kann: mit einem Skript-Fu. Auf der angegebenen Seite lädt man es sich herunter und verschiebt es in den versteckten Ordner ~/.gimp-2.6/scripts. GIMP erhält nun die Funktion „Auto rotate“ im Ebenenmenü. Die Anwendung ist auch ziemlich simpel:

    Mit dem Pfadwerkzeug zieht man eine Linie, die später als waagrecht gelten soll, und klickt danach auf EbeneAuto rotate. Was leider nicht funktioniert: Eine automatische vertikale Ausrichtung.

    Bild vor dem drehen

    Bild vor dem drehen

    Das Bild nach dem drehen

    Download über: http://registry.gimp.org/node/22910 |Bildquelle (mehr…)

  • Von Etch zu Lenny auf dem Server

    Geschrieben am 28. Januar 2010 benni 2 Kommentare

    Da Etch ja nicht mehr lange mit Sicherheitsupdates unterstützt wird, mein vServer aber noch mit ebendieser alten Version des Betriebssystems lief, stand gleich zu Beginn meiner vServer-Karriere ein hartes und nicht ungefährliches Unterfangen an: Das Upgrade.

    Der Support meines Anbieters (server4you) sandte mir lediglich eine Schritt für Schritt Anleitung, wie ich dieses Upgrade vollführen kann. Zusammen mit professioneller Hilfe (stellvertretend für einige andere aus dem IRC) habe ich mich dann auch an dieses Projekt gewagt. Wie, das werde ich nun erzählen.

    Achtung: Ein Upgrade ist wirklich kein Spaziergang – zumindest nicht immer. Dabei kann viel schief gehen, darum macht das nur, wenn ihr euch gut damit auskennt oder zumindest jemanden bei euch habt, der sich damit auskennt und weiß was da passiert. Solltet ihr dieses Upgrade auf einem echten Server machen, empfehle ich euch die offizielle Anleitung!

    Vorbereitung

    Die Vorbereitung für das Update ist quasi das A und O bei dieser Aktion. Wenn ihr die Vorbereitung richtig abgeschlossen habt, ist der größte Schritt schon getan. Also seid aufmerksam und vorsichtig dabei.

    Backups erstellen

    Gleich der erste Schritt ist der wohl wichtigste bei der ganzen Chose. Macht ein Backup von mindestens den Ordnern /etc und /var/lib/. Am besten ist allerdings ein Gesamtbackup der ganzen Platte. Ansonsten grundsätzlich von allen Daten, auf die ihr nicht verzichten könnt oder wollt. Das Erstellen einer Liste mit allen installierten Programmen ist sicherlich auch sinnvoll.

    Aptitude und Screen installieren

    Wenn noch nicht geschehen sollte man sich vor dem Projektbeginn noch aptitude und screen besorgen. Aptitude, weil das schlichtweg gebraucht wird, und screen weil es bei Problemen hilfreich ist. Bitte vorher mit Screen auseinandersetzen! Danach screen starten.

    Quellen ändern

    Logischerweise braucht Lenny auch Lennyquellen, damit es die aktuellere Software installieren kann. Dazu in der /etc/apt/sources.list jeweils das Wort „etch“ durch „lenny“ ersetzen. Alle Spiegel findet ihr hier auf der Debianhomepage. Danach die Paketliste neu einlesen lassen:

    # aptitude update

    Platzbedarf abschätzen

    Was natürlich nicht passieren sollte, ist, dass der Platz auf der Festplatte nicht mehr ausreicht. Über den folgenden Befehl sieht man, wieviel Speicherplatz das Upgrade etwa auf der Festplatte zusätzlich verbraucht:

    # aptitude -y -s -f --with-recommends dist-upgrade
    [ ... ]
    XXX upgraded, XXX newly installed, XXX to remove and XXX not upgraded.
    Need to get xx.xMB/yyyMB of archives. After unpacking AAAMB will be used.
    Would download/install/remove packages.

    Was tun, wenn der Platz nicht ausreicht?

    Sitzung protokollieren

    Um bei evtl. auftretenden Fehlern besser nach der Ursache suchen zu können, ist es sicherlich sinnvoll, das Paket „script“ zu nutzen, damit die Sitzung aufgezeichnet wird. Dazu gibt man den folgenden Befehl ein, womit die Befehle und Ausgaben aus der Shell abgespeichert werden:

    # script -t 2>~/upgrade-lenny.time -a ~/upgrade-lenny.script

    Das Upgrade

    Apt bzw. Aptitude aktualisieren

    Zunächst sollte man die Software, mit der man aktualisiert, aktualisieren. Je nachdem, was man aktualisieren möchte, gibt man entweder

    # apt-get install apt

    oder

    # aptitude install aptitude
    # aptitude search "?false"

    ein und aktualisiert die Software dadurch.

    Sicherheitsupgrade

    Langsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zuerst mit einem

    # aptitude safe-upgrade

    anfangen. Das installiert sozusagen im Schongang die ersten Aktualisierungen. Dabei werden evtl. einige Pakete entfernt.

    Volles Update

    Wenn es bis hierher reibungslos ging, bleibt noch ein letzter Befehl übrig:

    # aptitude dist-upgrade

    Fertig :) Nach einem Neustart kann man mit

    lsb_release -a

    herausfinden, ob man Lenny erfolgreich auf den Server gebracht hat, oder nicht.

  • Directory listing unter Apache verhindern

    Geschrieben am 27. Januar 2010 benni 5 Kommentare

    Wie ich nicht ohne Stolz schon oft verkündet habe, sind wir gerade dabei, auf einen vServer umzuziehen. Bevor wir diesen aber für die Allgemeinheit über dieses Blog zugänglich machen, richten wir ihn natürlich erst ein.

    Unter anderem gibts bei Apache viel zu entdecken (und zu zerstören), weswegen ich Experimente nur langsam ausprobiere. Eines der Experimente war heute: Das Directory listing zu verhindern. Bei vielen Servern sieht man nämlich oft deren Inhalt, wenn man einen beliebigen Pfad zu einem vorhandenen Ordner eingibt. Das kann insofern gefährlich werden, als dass es Suchmaschinen so einfacher fällt, den Server mit allen Daten zu scannen, als auch dass andere über Befehle wie wget alle Dateien herunterladen und damit unnötigen Traffic erzeugen (ja, sowas kommt vor). Ganz abgesehen davon, dass es Kriminellen geradezu in die Hände spielt.

    In Foren kursiert oft die „Holzhammermethode“, dass man einfach in jeden Ordner eine leere index.html legt. Dass dies kein sinnvoller Weg ist, ist wohl offensichtlich ;-)

    Um diese „Lücke“ in der Sicherheit tatsächlich zu schließen, kann man unter Apache dieses Listing einfach deaktivieren. Notwendig sind dazu folgende Befehle:

    sudo a2dismod autoindex
    sudo /etc/init.d/apache2 restart

    Danach ist es nicht mehr möglich, über http den Ordnerinhalt auszulesen, selbst wenn in einer .htaccess für den Ordner ein +Indexes angegeben ist.

    Wiederbeleben kann man den autoindex mit diesen Befehlen:

    sudo a2enmod autoindex
    sudo /etc/init.d/apache2 restart
  • Debian Etch kurz vor Ende

    Geschrieben am 24. Januar 2010 benni Keine Kommentare

    Debians Entwickler haben sich vorgenommen, eine Version der Distribution so lange zu unterstützen, bis die Nachfolgeversion ein Jahr alt ist. Und bald ist es wieder so weit: Debian Lenny feiert bald seinen ersten Geburtstag und verantwortet damit den sicheren Tod seines Vorgängers, Debian Etch 4.0. Die Unterstützung, von der ich gerade sprach, bezieht sich in diesem Fall auf Sicherheitsupdates für das System.

    Dieser Zeitpunkt wird der 15. Februar 2010 sein. Für Benutzer von Derivaten hat das überhaupt keine Auswirkungen, jedoch betrifft das einen Großteil der Serverbetreiber, deren Server auf Debian basieren. Manche Anbieter haben bisher darauf verzichtet, ihren Kunden Lenny anzubieten, so dass es vereinzelt dazu führt, dass die Kunden selbst das Upgrade vollziehen möchten. Auf der Debianseite gibt es ein sehr ausführliches Tutorial dazu mit allen notwendigen Hinweisen.

    Viel Spaß beim Upgrade, ich werde hier auch bald eins durchführen :)

    Offizielle Pressemeldung: http://www.de.debian.org/News/2010/20100121

  • Lifetype in Wordpress importieren

    Geschrieben am 23. Januar 2010 benni 3 Kommentare

    Bevor wir im Juni letzten Jahres auf das beliebte Blogsystem Wordpress umgestiegen sind, waren Jonas und ich unter Lifetypes Flagge unterwegs. Über unsere Beweggründe das Schiff zu wechseln haben wir bereits geschrieben. Jetzt, ein halbes Jahr später, steht ein weiterer großer Umzug bevor: Der Server wird erstmals gewechselt. Da wir auf der neuen Plattform keine zwei Installationen von Blogsystemen laufen haben wollen (ist vollkommen überflüssig und unpraktisch) folgten nun einige schon längst überfällige Schritte: Der Import der alten Artikel aus Lifetype in Wordpress.

    Wordpress gibt eine Menge an Möglichkeiten, Beiträge aus fremden Systemen zu importieren, etwa Blogger oder Lifejournal. Unter den viele bekannten CMS ist aber leider kein Lifetype zu finden, darum muss man einen Trick anwenden (der leider auch seine Nachteile hat): Den Import über RSS.

    Vorbereitung

    Wordpress ist schon darauf vorbereitet, es ist Lifetype, das man etwas modifizieren muss. Zunächst muss man sich um den RSS-Feed kümmern. Für gewöhnlich zeigt der Feed von Lifetype die letzten 10 Artikel an, das ist allerdings deutlich zu wenig, da wir ja ALLE Artikel umziehen wollen. Dazu muss man schon etwas tiefer in die Materie einsteigen, da sich diese Option nicht mehr nachträglich im Backend einstellen lässt. In der Datei class/action/rssaction.class.php sind die Beschränkungen für die Anzahl der Artikel im Feed gespeichert. Um sie aufzuheben, muss man die Zeile $amount = $blogSettings->getValue( "recent_posts_max", 15 ); durch
    $amount = -1;
    ersetzen, danach werden alle veröffentlichten Artikel im RSS-Feed angezeigt.

    Nun öffnet man den RSS 2.0 Feed im Browser. Wenn man keinen Link dazu hat, gibt man eben folgendes in die Adresszeile des Browsers ein: http://www.deine-domain.tld/rss.php?blogId=1&profile=rss20 (bitte auf die blogId achten)

    Daraufhin sollte ein langer Feed erscheinen, der sämtliche Artikel aus dem Blog enthält. Diesen speichert man nun z.B. unter dem Namen export-lifetype.rss.

    Im Idealfall ist der Feed hiermit auch schon fertig, leider entspricht das nur selten der Realtität. Vorher muss man den Feed nämlich noch bearbeiten, sonst kann Wordpress nichts damit anfangen. Ich habe das manuell mit gedit vollführt: so wurde aus &amp;ouml; ein ö, aus &amp;quot; ein und so weiter. Jedes HTML-Sonderzeichen musste durch das Äquivalent ersetzt werden.

    Import

    Wordpress macht einem den Import sehr leicht. Alles was man dabei machen muss, ist den Feed von der Festplatte auswählen, indem man im Backend von Wordpress auf „Werkzeuge“, „Daten importieren“ klickt. Dort dann „RSS“ auswählt und zusieht, wie die Artikel importiert werden :)

    Fertig!

  • Der Ausweg aus der Misere

    Geschrieben am 18. Januar 2010 benni Keine Kommentare

    Neulich habe ich meinen Computer funktionsunfähig gemacht. Ich habe mit apt-get ein dist-upgrade ausgeführt, was zu folge hatte, dass ich aufgrund weiterer ungünstiger Umstände meinen PC nicht mehr booten konnte – zumindest kein Linux mehr. Ich möchte die Schuld aber nicht nur auf diesen Befehl legen, denn wie ich schon sagte, auch andere Umstände haben dazu geführt.

    Nun, wie dem auch sei, ich brauche den PC. Also habe ich erstmal das Problem diagnostiziert, um Hilfe gebeten und einige Späße ausprobiert. Da die Kernelimages verschwunden waren, wollte ich über chroot erst einmal den Kernel neu installieren. Da in der chroot-Umgebung aber leider kein Internet zur Verfügung stand, konnte ich nicht über apt-get installieren. Also habe ich mir mit dem Live-System die notwendigen Pakete aus dem Internet besorgt, in die entsprechende Partition verschoben (extra einen Ordner angelegt) und über

    dpkg -i *

    versucht, den Kernel zu installieren.

    Nachdem ich aber auch mit ca. 20 Abhängigkeiten immer noch nicht erfolgreich war, installierte ich schlichtweg den neusten Mainlinekernel. Und um sicher zu gehen, auch die letzten 3 Releases gleich mit. Zunächst sogar recht erfolgreich! update-grub wurde ausgeführt und hat endlich wieder Ubuntu auf der entsprechenden Partition gefunden! Leider war das aber auch schon der größte Erfolg, denn beim Booten trat ein Fehler mit mountall auf. Auch die Installation des entsprechenden Paketes half nicht.

    Mehr aus Frust habe ich meinen Stolz gebrochen und Ubuntu mit der Live-CD auf der (zerstörten) Partition installiert. Beim Punkt, an dem ich die Partitionierung auswählen konnte, legte ich Ubuntu auf die Partiotion, auf der es ja eigentlich schon längst laufen sollte: sda3. Allerdings ohne zu formatieren! Und das war der Schlüssel: Nach Abschluss der Installation war ich nämlich wieder in meinem System, mit meinen Programmen und deren Konfigurationen. Und auch mit ihren Fehlern ;-)

    Schlussendlich: Jetzt weiß ich wie man es wieder richtet, jetzt kann ich es neu installieren. Und zwar mit Formatierung ;)