Die Dramatik einer Revolution

Counter Facebooks

Samstag morgen, 5.52 Uhr MESZ, die Welt macht sich bereit. Weite Teile der Menschheit findet sich hinter der Tastatur, vor dem Bildschirm ein. Die Spannung steigt, die Zeit verrinnt. Der Counter bewegt sich unaufhaltsam auf die null zu. Niemand vermag ihn zu stoppen, niemand würde es je versuchen.

Dann, nur wenige Minuten später, weitere Menschen vor den Bildschirmen. In fast allen Ländern und bestimmt in jeder Zeitzone warten die User. Alle starren auf die Zahlen, vergleichen sie mit der Uhr auf dem PC. Dann, endlich, es sind nurnoch fünf Sekunden, dann kann die Revolution beginnen.

Facebooks Counter in der Nullstellung

Es ist Punkt 6.01 Uhr MESZ. Ein „Weiter“-Button erscheint auf den Bildschirmen der Welt, übersetzt in 57 Sprachen. Überhastet wird dieser angeklickt, der erstaunlich stabile Server zeigt eine Reihe von Vorschlägen an: Welcher Name passt zu mir? Nach ewig dauernden fünf Sekunden wähle ich meinen Spitznamen aus – Benni – und bestätige. „Dieser Name ist nicht mehr verfügbar“. Verflixt. Wohl drei Sekunden zu langsam.


Schnell, ich versuche es mit meinem vollen Namen. Doch auch dieser ist schon vergeben. Mittlerweile sind die Schleußen schon seit ca. 10 Sekunden geöffnet. Für etliche ist der Kampf vorbei, sie haben ihre Wunschnamen erreicht. Für den Rest geht es weiter: Vorschlag für Vorschlag kämpft man um jede Sekunde. Doch der ist gar nicht so leicht! Kurznamen werden nicht akzeptiert, Sonderzeichen sind nicht erlaubt. Nach weiteren, langen fünf Minuten ist es klar: Ich habe verloren. Es muss ein kreativer Name her, der einzigartig, noch verfügbar, und vor allem ENDGÜLTIG ist. Der Name lässt sich nie wieder ändern.

Endlich, geschafft. Ich habe eine sprechende URL. Mein Facebookprofil ist nun unter facebook.com/Bennii erreichbar 🙂

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