Glest

Das man mit Linux nicht nur arbeiten, sondern auch ganz gut Spielen kann, haben wir ja schon ein paar mal gezeigt. Während es Ego-Shooter für Linux nahezu wie Sand am Meer gibt (wenn auch viele mit der gleichen Basis:Quake3). Aber vor allem im Echt-Zeit-Strategie Bereich sind die Angebote etwas rarer gesäht, aber ein paar Perlen gibt es auch hier. Eine möchte ich hier kurz vorstellen: Glest

Installation

Glest ist für viele verschiedene Plattformen verfügbar, neben Windows, Linux, Mac auch für FreeBSD.
Glest lässt sich in vielen Distributionen recht einfach installieren, da es meist in den Quellen ist. Für Ubuntu reicht daher

Neuere Versionen von Glest gibt es immer auf getdeb, es lohnt sich also immer, mal dort zu schauen.

Konfiguration

Glest wird über eine einzige Konfigurationsdatei, der ~/.glest/glest.ini konfiguriert. Dort kann man die Auflösung, die Lautstärke der Musik und der Töne einstellen, oder aber auch Sachen, die für das Spielgeschehen wichtig sind, wie ob es einen Nebel des Krieges geben soll oder nicht. Die meisten dieser Einstellungen lassen sich aber auch im Spiel im Einstellungsmenü grafisch erledigen.

Glest-Menü

Glest-Menü

Um zumindest die Texte in Glest einzudeutschen, läd man sich diese Sprachdatei herunter, entpakt sie, und verschiebt sie nach ~/.glest/data/lang. Danach muss man noch in der ~/.glest/glest.ini in Zeile 26 english durch german ersetzen. Die Tondateien kann man leider noch nicht eindeutschen.

Erweiterungen

Man kann Glest auch ein bisschen Erweitern, unter anderem mit neuen Karten.
Die Karten müssen hier heruntergeladen werden, dann entpackt werden und nach ~/.glest/maps entpackt.
Wer neue Scenarios sich installieren will, der wird hier fündig. Einfach entpacken und nach ~/.glest/scenarios verschieben.
Wem es ein bisschen zu langweilig ist, immer nur den Wald im Winter oder im Sommer zu sehen, der kann sich noch weitere Tilesets hier herunterladen. Wieder entpacken und, wer hätte es gedacht, nach ~/.glest/tilesets verschieben.
Hier noch eine kleine Warnung: Es kann passieren, dass sich der Multiplayer-Modus nicht starten lässt, auch wenn alle Mitspieler diese Erweiterungen installiert haben. Aber die Standardkarten reichen eigentlich ja auch aus.

Spiel starten

Bildschirmfoto-Glest-1

Glest-Menü

Wenn man ein Spiel Starten will, hat man drei Möglichkeiten, die Gegener zu wählen. Zum einen gibt es den Gegner CPU. Dies ist ein leichter Computer-Gegner, der nur am Anfang Schwierigkeiten bereitet, aber nach ein paar Spielen hat man es raus, wie man sich gegen diesen Gegner zur Wehr setzen kann.
CPU (Ultra) ist schon schwieriger, und man kann sich stundenlang mit ihm beschäftigen, wenn man denn will. Aber wie das immer so ist, irgendwann durchschaut man den Computer und es wird mit der Zeit vorhersehbar.
Am meisten macht das Spiel eh übers Netzwerk gegen richtige Menschen. Dazu muss man nur die Gegner auf Netzwerk stellen, und die anderen können sich einloggen, indem sie die IP des Hosters eingeben. Bei Spielen übers LAN reicht die Interne IP (192.168.x.x meistens). Um übers Internet spielen zu können, muss der Port 61357 des Hoster für TCP und UDP geöffnet sein. Zusätzlich braucht man natürlich die globale IP des Hosters.
Zum Mehrspielermodus ist zu sagen, dass unbedingt alle Spieler die gleiche Plattform und auch die gleiche Glest-Version benutzen müssen, sonst kann man das Spiel nicht starten.

Glest-Tech-Fraktion

Glest-Tech-Fraktion

Hat man sich erstmal auf eine Spielweise festgelegt, muss man sich nur noch eine Rasse aussuchen. Es gibt zwei verschiedene Rassen, zum einen die Magier und auf der anderen Seite die Techs. Die Techs sind die Menschen, die viele technische Geräte haben, wie beispielsweise Luftschiffe oder Roboter. Die Magier haben als Äquivalent dazu Drachen und Golems. Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile sind aber im Wesentlichen gleich stark. Es gibt mehrere Rohstoffe, die alle für unterschiedliche Sachen gebraucht werden. Die Rohstoffe sind nicht unendlich vorhanden, so dass bei einem längeren Spiel gegen einen menschlichen Gegner schon einmal die Rohstoffe ausgehen können.
Wenn man dann erstmal im Spiel ist, muss man, wie in eigentlich allen Strategiespielen, Rohstoffe sammeln, Gebäude bauen, Soldaten ausbilden und dann sich gegen die Angriffe des Gegners zur Wehr setzen und letztendlich den Gegner komplett besiegen.

Fazit

Glest ist ein sehr schönes Echtzeitstrategiespiel, dass vor allem im Mehrspielermodus sehr viel Spaß macht. Die Grafik kann natürlich nicht mit kommerziellen Spielen mithalten, ist aber dennoch ganz ansehnlich.

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