Surfstick unter Karmic

Surfstick Huawei E620

Surfstick Huawei E620

Ich habe mir gestern einen Surfstick zugelegt. Zu meiner SIM-Karte (Prepaid) erhielt ich ein Gerät der Firma Huawei, wohl ein der führenden Firmen bei der Herstellung von Surfsticks. Die Ausgabe von $ lsusb zeigt für das Gerät der chinesischen Firma an, dass es sich um den Surfstick Huawei E620 handelt (der Aufdruck auf dem Gerät spricht allerdings von E161). Im Lieferumfang enthalten war neben dem eigentlichen Surfstick noch jede Menge Papierkram und ein mini-USB-Verlängerungskabel, mit dem die Empfangsqualität verbessert werden kann. Eine Antenne (Anschluss am Stick vorhanden) war nicht dabei.

Nach einiger Vorbereitungszeit im Vorfeld war ich auf das schlimmste gefasst, was die Einrichtung des Gerätes unter Ubuntu 9.10 betrifft. In diversen Foren habe ich zwar erfahren, dass seit Jaunty Jackalope Surfsticks im Kernel verankert sind, aber ganz sicher war ich mir dennoch nicht. Darum war ich umso erfreuter, als ich das Gerät einsteckte:

Die Einrichtung

Zunächst passierte rein gar nichts, aber der Eintrag des Network Managers von GNOME erweiterte sich um einen Eintrag unter de Punkt „Mobiles Breitband“. Mit einem Klick darauf startet der unerwartet einfache Einrichtungsprozess. Programme wie wvdial oder umtsmon sind nicht mehr notwendig.surfstick_einrichtung

Der Stick wurde sofort als UMTS fähiges USB Modem erkannt, die PIN der SIM-Karte wurde abgefragt,

surfstick_pin

in einer langen Liste mit deuschen UMTS-Anbietern wählte ich den meinigen aus (die Liste war sehr ausführlich, es sind etliche große und kleine Unternehmen gelistet) und fertig wars – eigentlich.

Im Panel wurde mir voller Empfang angezeigt,

surfstick_panelsurfstick_notifyosd

das Lämpchen der Hardware leuchtete blau (UMTS-Verbindung besteht), aber das Internet funktionierte nicht:

blieb erfolglos, aber beim Aufrufen einer normalen Webseite erschien die Meldung: „Ihr Konto ist fast verbraucht. Bitte aufladen!“, was ja auch vollkommen logisch war.

Das Guthaben aufladen

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Das ist der einzige Nachteil, den Ubuntus out-of-the-box-Unterstützung für den Surfstick mitbringt: Im Gegensatz zur mitgelieferten Windows-Software „Mobile Partner“ (mit Wine 1.2 zwar installierbar, allerdings nicht funktionstüchtig) kann man mit Linux nicht per SMS das Guthaben aufladen. Überhaupt: SMS versenden und verwalten ist mit Linux nicht möglich.

Ein Anruf beim Kundenservice verschaffte mir Gewissheit: Es gibt nur eine Möglichkeit, den im Laden erworbenen Guthabenschlüssel von Zuhause aus einzulösen: SIM-Karte aus dem Stick nehmen, in ein Handy legen, über das Handy das Guthaben aufladen, auf Bestätigungs-SMS warten, SIM-Karte in den Surfstick zurück und lossurfen.

Diese Möglichkeit ist die Holzhammermethode, aber sie wirkt. Die Dame am anderen Ende der Hotline meinte, dass Nach der Mac-Portierung der Surfsticksoftware Linux nun als nächstes dran sei. Mal sehen, inwiefern sich das bewahrheitet, ich glaube nicht daran.

Die Geschwindigkeit

Ich bin positiv überrascht, denn die Geschwindigkeit über UMTS kann sich tatsächlich blicken lassen. Ich führte einmalig den Test auf speedtest.net aus, die Geschwindigkeiten sind hier zu sehen:

Ergebnis Speedtest

Anscheinend ist das aber noch nicht alles, was mit UMTS funktioniert:

Universal Mobile Telecommunications System, besser bekannt unter der Abkürzung UMTS, steht für den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 7,2 Mbit/s bei HSDPA; ohne max. 384 kbit/s) als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G), dem GSM-Standard (bis zu 220 kbit/s bei EDGE; ohne max. 55kbit/s), möglich sind. #Wikipedia

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