Und es lebe Jabber!

Gerade freue ich mich wieder unglaublich darüber, dass ich ein freudiger Benutzer von Jabber bin. Wie ich eben auf basicthinking erfahren habe, hat AOL ICQ verscherbelt, und zwar nach Russland.

Das zeigt mir wieder, wie sehr man doch in eine Firma vertrauen muss, wenn man dort seine privaten Daten preisgibt. Dieser Deal zeigt mir die Hilflosigkeit der Nutzer auf, die sie haben. Kein Benutzer hat doch so die Kontrolle über das, was man mit seinen Daten passiert. Eben noch die E-Mail Adresse eingegeben*, damit man mit seinen Freunden in Kontakt treten kann, doch dass einige Jahre später die Firma diese Adresse nach Russland verkauft, quasi den Staat in dem weitgehend Anarchie im Internet herrscht (oh, ich hasse Vorurteile!), hätte wohl niemand erwartet.

Jabber hingegen ist dezentral organisiert*, und einige (etwa meine Wenigkeit) haben eigene Jabberserver, auf die nur sie selbst zugreifen können. Alle Angaben sind freiwillig und ich muss nicht damit rechnen, dass sie urplötzlich verkauft werden.

Na dann, Prost!

Update: *) Im Gegensatz zu Jabber muss man bei der Registrierung bei ICQ eine E-Mail Adresse angeben. Außerdem sind dort diverse Angaben Pflicht (man verpflichtet sich nach AGB diese wahrheitsgemäß einzutragen). Außerdem sind wir als ICQ-Nutzer verpflichtet, unsere Materialien an ICQ abzutreten, sobald sie über das Protokoll geschickt werden. Bei Jabber haben wir die Möglichkeit, zwischen sehr, sehr vielen Anbietern zu wählen, so dass wir uns selbst einen in unseren Augen vertrauenswürdigen Serverbetreiber aussuchen können. Wenn man die Möglichkeiten und das KnowHow besitzt, kann man sich selbst einen Jabberserver aufbauen und muss so keinem Fremden die Daten anvertrauen.

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