Weihnachten im Agape-Centre in Tansania

Dieser Beitrag ist zur richtigen Zeit geschrieben und zur falschen Zeit veröffentlicht worden.

Karte von Tansania

Den Vormittag am Heiligabend haben wir damit verbracht, in die Post zu fahren. Das hat diesmal ganze 3 Stunden gedauert, doppelt soviel wie normal.
Leider war kein Brief für mich in der Post, aber egal. Hat sich trotzdem gelohnt dahinzufahren, weil wir noch ein bisschen einkaufen waren. Für Weihnachten. Ein bisschen Zunaschen und so Zeugs.
Abends gab es dann wie jeden Tag um 7 Uhr Essen, nichts besonderes eigentlich.
Danach haben Patrick und ich ein bisschen Bescherung auf dem Dach gemacht, haben ein bisschen nach Deutschland telefoniert.
Um 9 Uhr gab es dann die Heiligabendmesse.
Die ganze Kirche war geschmückt. Die Messe hat dann 2,5 Stunden gedauert (wie immer eigentlich) und war eigentlich eine ganz normale messe (ich hab zumindest nix besonderes mitgekriegt, aber das kann auch an meinen mangelnden Suaheli-Kenntnissen liegen).
Danach hat uns Massave gesagt, dass wir jetzt noch kurz im Speisesaal ein bisschen Weihnachten feiern.
In dem Saal haben wir uns dann alle in einen Kreis gesetzt, zuerst ein bisschen gebetet und gesungen, und danach gab es Geschenke. Unter dem „Weihnachtsbaum“ lagen ganz viele Geschenke mit den namen drauf.
Dann wurden immer kleine Gruppen vorgebeten, die sich dann ihre Geschenke raussuchen durften.
Auf einmal waren dann wir dran, und haben unsere Geschenke bekommen. Jeder von uns hat ein Hemd geschenkt bekommen
das fand ich ganz lieb, weil wir ja überhaupt nicht damit gerechnet haben, irgendwas zu bekommen (wir haben aber auch nicht damit gerechnet, dass an Heiligabend noch was außer der Messe ist ;))
Danach wurde noch für Familie Isidori gebetet, weil sie am Tag vorher ein Kind bekommen haben.
Es gab noch ein paar kleinere Reden, bevor es dann noch Mandazi (eine art Krapfen) mit Tee gab.
Nach guten 2 Stunden war dann auch das feiern so gegen 1 Uhr Zuende. Also nix mit kurz, hat aber nichts gemacht, weil es ja sehr schön war.
Patrick und ich haben dann noch eine halbe Stunde gemeinsam alleine Weihnachten gefeiert, wir haben noch ein bisschen telefoniert, und sind dann so um kurz nach 2 ins Bett gekommen.

Am 25. 12  fing der tag dann um halb 7 an. Es hies Kartoffeln schälen. So wurden dann von halb 7 bis um 7 Kartoffeln geschält. Danach gab es Frühstück.
Diesmal aber ein richtiges Festmahl.
Kein Toast mit Butter, sondern Mandazi, Würstchen, frittierte Bananen und Tee.
Also richtig lecker.
Um 8 Uhr begann dann die Messe am 1. Weihnachtsfreiertag. eine ganz normale messe, 2,5 Stunden lang. Danach ging es an die Arbeit. Alle Community-Mitglieder wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, und jeder hatte was anderes zu tun.
Patrick musste frühs Kohl schneiden. Währenddessen habe ich noch mit Leonidas und Sr. Monica, einer Nonne aus Arusha, ein bisschen Tee getrunken und danach abgewaschen.
Um 1 Uhr gab es dann mittagessen.
Pilau (ein spezieller Reis) mit Fleisch (sogar ganz essbar) und eben Kohl.
Nach dem Mittagessen wurde erstmal abgespült und ich war mit Kochen, bzw Gemüse schneiden dran. Am Abend sollte es nämlich Hühnchen mit Pommes und Gemüse geben, eines der besten Essen die es hier gibt.
So habe ich also 2 Stunden Gemüse geschnitten.
Danach erstmal ein bisschen ausgeruht, und um 7 uhr gingen dann die Feiern weiter.
Es gab erstmal ein paar Reden, dann gab es ein paar lustige Einlagen (Singen und Tanzen) bevor es dann Essen gab.
Das war ein richtiges Festessen, mit Soda (gibts auch nicht jeden Tag hier) und gutem Essen.
Danach wurde noch abgewaschen und dann sind wir auch ins Bett gegangen.
Der 26.12 war dann eigentlich wieder ein ganz normaler Tag zum ausruhen. Dort war hier dann nicht mehr viel besonderes.
Es gab auch nicht mehr so das Festtagsessen, sondern wieder eher normales Essen (aber keinen Maisbrei ;))
Vormittags waren wir dann ein bisschen in der Stadt, waren beim Arzt (das erste mal alleine) und den Nachmittag haben wir dann im Agape verbracht.
Abends, nach dem Essen sind wir dann mal ein bisschen früher ins Bett (bzw haben es zumindest versucht).
Am Sonntag, den 27.12 war Weihnachten eigentlich schon vorbei.
Aber erstmal Messe.
Und da war dann der Feiertag der Heiligen Familie, was hier auch weitaus mehr Bedeutung hat, als bei uns daheim.
Nach der Messe gab es dann ein Fest, auf das wir von Oliva eingeladen wurden. Am Anfang wussten wir auch noch gar nicht, was für ein Fest das denn überhaupt war.
Es war auf jeden Fall in der Kirche und wir saßen da. Die erste Stunde wurde nur mit Beten und Singen verbracht, aber dann wurde es auch mal anders.
Es gab ein paar einlagen, Es wurde Soda getrunken, und dann fingen die Reden an. Jeder der wollte, durfte was sagen, um halb 1, als wir schon knappe 5 stunden in der Kirche saßen, dachte ich, jetzt kann es nicht mehr lange dauern, weil es immer um 1 Essen gibt.
Womit ich aber nicht gerechnet hatte, war, dass man das Essen ja auch in die Kirche bringen kann.
So haben wir in der Kirche dann zu Mittag gegessen.
Um 3 Uhr sind wir dann gegangen, obwohl das Fest immer noch nicht zu Ende war.
Wir haben uns bei Oliva verabschiedet, für die Einladung bedankt und sind dann losgefahren, weil wir eigentlich noch mit Maya und Carina verabredet waren.
Leider musste dies aus Zeitmagel unsererseits und ihrerseits abgesagt werden.
Das Fest war übrigens die Graduationsfeier von einem der Bibelkurse hier. Sie haben jetzt ein 10 Wöchiges Seminar gemacht und nun sind sie damit fertig, was groß gefeiert wurde.
Wir waren dann noch ein bisschen in Kimara und haben danach ein etwas ausgedehnteres Mittagsschläfchen gemacht.
Abends gab es dann die Reste der letzten Tage zu Essen.
So war unser Weihnachten, eigentlich nicht viel anders als daheim, es gab Kirche, viel gutes zu Essen und Geschenke.

Weihnachten selber war sehr schön, ich hätte mir das schlimmer vorgestellt mit dem Heimweh und so.
Nur einmal kurz, als wir am 24. vom Einkaufen zurückgefahren sind, hab ich gedacht, dass ich jetzt gerne daheim sein würde.
aber danach ging es wieder, alles kein problem 😉
Aber ansonsten war es sehr schön. Hoffentlich wird Silvester ähnlich.
Ich hab es auf jeden Fall nicht bereut, Weihnachten hier verbracht zu haben.

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