canonical-census: Der neuste Streich von Canonical

Was mir gestern Abend in den Feedreader schwappte lies mich gleich einmal hellhörig werden: Canonical Begins Tracking Ubuntu Installations.
Wie die englischsprachige Nachrichtenseite berichtet gibt es von nun an ein Paket in den Repositories, welches den Namen „canonical-census“ trägt. Und was macht es?
Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn canonical-census installiert wird, schreibt es sich automatisch in die crontab ein, so dass es täglich ausgeführt wird. Das Programm besteht angeblich nur aus einem einfachen, lokalen Zähler, der bei jeder Ausführung um eins erhöht wird. Der aktuelle Zählerstand wird dann via HTTP an Canonical übermittelt.
Die Gründungsfirma von Ubuntu erhält damit täglich tausende kurze „ich lebe noch, und zwar schon X Tage!“-Pings von den Ubuntu-Benutzern.
Weitere Daten werden offenbar nicht übermittelt, nur die Zahl der „aktiven Tage“. Dies betrifft im Übrigen nicht alle Benutzer, sondern lediglich die, die Ubuntu bereits vorinstalliert auf dem PC erworben haben, die sog. OEM-Versionen. Wer also einen PC mit vorinstalliertem Ubuntu erwirbt, wird spätestens ab Ubuntu Maverick auf Lebenszeichen überwacht.
Canonical möchte damit erfahren, wieviele von den gekauften Ubuntuversionen auch weiterhin benutzt werden und welche danach wieder entfernt werden. Wer an dieser Volkszählung nicht teilnehmen möchte, kann die Statistik verweigern und das Programm mit einem

wieder entfernen. Warum also macht Canonical diesen Aufwand und gibt uns das Gefühl, überwacht zu werden?

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