MeeGo

Vor einiger Zeit haben Nokia und Intel ihre jeweiligen Netbookbetriebssysteme Maemo und Moblin zu MeeGo verschmolzen.
Inzwischen gibt es schon installierbare Versionen von MeeGo 1.1
Da ich ja seit kurzem ein Netbook besitze dachte ich mir, ich könnte das ja mal ausprobieren.

Installation

Die Installation ist gar nicht mal so schwer, man muss sich als erstes die Abbilddatei von MeeGo hier herunterladen, dann auf einen USB-Stick übertragen und von diesem USB-Stick dann booten.
Danach den eigentlich selbsterklärenden Anweisungen folgen und schon hat man nach einer guten halben Stunde sein MeeGo auf seinen Netbook installiert.

Benutzung

Wenn man MeeGo zum ersten mal sieht, ist man erstaunt, dass es doch ganz anders ist als „normale“ Desktop-Betriebssysteme. Oben ist eine etwas dickere Leiste auf der einige Buttons platziert sind, die sich bei Näheren betrachten als Reiter herausstellen.
Diese Reiter sind:

  • myzone
    • Sowas wie die Startseite mit einem Kalender, Zuletzt aufgerufenen Dateien und Webseiten sowie Buttons zum Browser und zum Mailprogramm
  • Zonen
    • Die Virtuellen Desktops. Jede Anwendung wird grundsätzlich im Vollbildmodus gestartet und bekommt dann einen eigenen Desktop
  • Anwendungen
    • Hier können alle möglichen Anwendungen gestartet werden. Sortiert nach Kategorien mit Suchfeld und Favoriten
  • Status
    • Hier kann man seine „Webkonten“ hinzufügen und dort dann die Staten abrufen. Eigentlich ein Twitter-Client
  • Leute
    • Der IM-Messanger, basiert auf Empathy
  • Internet
    • Der Browser. Chromium
  • media
    • Ein Medienspieler, Banshee
  • Geräte
    • Dateibrowser und verschiedene Einstellungen, Nautilus
  • Bluetooth
    • Zum Bluetooth konfigurieren
  • Netzwerke
    • Ein Netzwerkmanager
  • Die Uhr
    • Der Kalender, hier kann man seine Termine und Aufgaben eingeben, die dann auf der Myzone-Seite täglich angezeigt werden.

Software kann man über den Paketmanager nachinstallieren, was aber nicht viel bringt, weil alle Programme schon installiert sind. Es ist eigentlich alles vorhanden, man kann halt nicht wirklich wählen.

Das einzige was wirklich fehlt ist ein Office-Programm. Es ist nur gedit vorhanden. Aber mitdieser Anleitung kann man es nachinstallieren.
MeeGo nutzt auch anstelle von ext4 das neue Btrfs Dateisystem. Also vielleicht ab und zu mal ein Backup zusätzlich machen.

Fazit

MeeGo ist eine sehr interessante neue Variante. Mal etwas komplett neues, anderes. Es ist durchaus benutzbar, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist wohl auch besser für Touch-Screens geeignet, als ein normales Betriebssystem.
Negativ ist vor allem die Fehlende Softwareauswahl. Aber man darf gespannt sein, was die Zeit so bringt.

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