Großformatige PDF als A4 drucken [Poster]

Heute stand ich mal wieder vor einem Problem, bei dem ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen habe. Ich habe im Internet ein PDF gefunden, das ich gerne ausdrucken wollte. An und für sich kein Problem, doch das Dokument hatte eine Blattgröße von DIN A2 eingestellt.

Solche Formate sind manchmal zweckmäßig, z.B. bei

  • Stadtplänen
  • Postern
  • Schaltplänen/ R+I-Schemen
  • technischen Zeichnungen
  • Cheat Sheets

Leider habe ich hier keinen A2 Drucker oder Plotter herumstehen, mit dem ich so ein Dokument drucken könnte. Darum muss man das Dokument irgendwie in mehrere DIN-A4 Seiten aufteilen. Hierfür gibt es mehrere Wege, aber nicht alle führen zum Ziel.

Um die Problematik zu verdeutlichen, habe ich auf die Schnelle ein einseitiges PDF in A2 erstellt.

Methode 1: Imagemagik und PosteRazor

Das war mein erster Weg den ich gegangen bin. Die beiden Pakete imagemagick und posterazor muss man installieren. (Imagemagick gehört meiner Meinung nach zur Grundausrüstung jedes PCs!)

Um den Überblick besser behalten zu können, habe ich das Originaldokument in in.pdf umbenannt!

Damit wird für jede Seite eine Grafikdatei im PNG Format angelegt.

Als nächstes kommt das Programm PosteRazor zum Zug.

Die Programmoberfläche ist selbsterklärend

Erst das Programm öffnen und die Grafikdatei importieren. Dann kann man gemütlich einstellen, welche Papiergröße man verfügbar hat, wie groß das Resultat werden soll und so weiter. Ausgegeben wird dann ein neues PDF-Dokument mit den „Puzzleteilen“.

 

Die Ausgabe des Programms ist wieder eine PDF-Datei

Vorteile:

  • sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, etwa wie weit sich die einzelnen Seiten überlappen sollen, wo die Klebestellen sind und so weiter.
  • WYSIWYG-System, man sieht in einer Livevorschau die Fügestellen

Nachteile:

  • Man muss das PDF immer erst in eine Rastergrafik umwandeln. Dadurch können beim Skalieren auf große Größe hässliche Verpixelfehler auftreten, gerade bei Texten sieht das ausgedruckte Ergebnis dann sehr bescheiden aus.
  • Relativ hohe Schrittzahl bis zum Ergebnis

Methode 2: pdfposter

Das ist die von mir bevorzugte Methode. Man installiert sich das Paket pdfposter und kann mit einem Einzeiler alles in einem Rutsch erledigen:

Erklärung: der Parameter -m gibt an, welches Medium zur Verfügung steht (in diesem Fall sind es DIN A4 Blätter). -p gibt die Postergröße an, in diesem Fall ist das Poster DIN A2 groß. Welche Möglichkeiten der Eingabe pdfposter alles verträgt, steht in dessen manpage.

Durch fehlende Einstellungsmöglichkeiten enstehen 2 „leere“ Seiten

Vorteile:

  • Sehr schnell, da ein Einzeiler genügt
  • Text im PDF kann stufenlos skaliert werden, ohne dass er verpixelt

Nachteile:

  • Man sieht das Ergebnis nicht im „Zusammenbau“ und muss dann auf Fremdpakete zurückgreifen*
  • Einstellungsmöglichkeiten vergleichsweise gering

Fazit

Beide Programme haben ihre Tücken. Abgesehen von der schrecklich hässlichen Oberfläche ist PosteRazor ein sehr tolles Programm, das eigentlich für den Posterdruck von Fotografien erfunden wurde. Durch die fehlende PDF-Unterstützung muss man für PDFs den Umweg über imagemagick gehen, welches das PDF in eine Rastergrafik umwandelt. Beim Skalieren kommt es beim Text dann teilweise zu unschönen Verpixelungen.

Pdfposter ist für den hier vorgestellen Verwendungszweck sicherlich die günstigere Wahl, wenngleich man erst mit Zusatzmitteln* oder nach dem Ausdruck das Endergebnis sieht.

*) Für die Übersicht über die Blätter habe ich – natürlich – imagemagick verwendet. Der folgende Befehl wandelt alle Seiten einer PDF-Datei in eine Matrix um, so dass man die Ergebnisse der PDF-Teilung sieht:

 

 

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